Die Heilpädagogische
Förderung
Diese Darstellung zeigt lediglich die
Schwerpunkte der Heilpädagogik innerhalb des Gesamtkonzeptes der
interdisziplinären Frühförderstelle. Es gibt auch Überschneidungsbereiche der
Fachdienste, doch wir arbeiten alle Hand in Hand und können so Ihrem Kind die
bestmögliche Förderung anbieten.
Die Heilpädagogische Förderung ist eine Methode der systematischen Hilfe bei
Kindern mit Entwicklungsverzögerungen, Störungen oder Behinderungen in einem
oder mehreren Entwicklungsbereichen. Durch ein ausgewogenes Angebot von
Förderimpulsen werden im Spiel neue Kenntnisse, Fähigkeiten und sinnvolle
Verhaltensweisen geweckt, entwickelt und gefestigt. Die Heilpädagogische
Förderung ist wie alle Angebote der Caritas-Frühförderstelle ganzheitlich
konzipiert. Sie beachtet also alle Bereiche der kindlichen Entwicklung.
Die
Therapieangebote der Frühförderstelle werden kindgerecht verpackt, so dass die
Kinder die Behandlung meist als lustig, motivierend und spielerisch erleben.
Jede Förderung von Kindern
basiert auf Beziehung.
Das betrifft Sie als Eltern ebenso wie uns als Fachkräfte. Daher ist
die erste wichtige Aufgabe der Heilpädagogik der Beziehungsaufbau zum Kind. Bei
Kindern mit Beziehungsstörungen kann das auch für eine Weile das Hauptthema
sein.
Wir begleiten und unterstützen die Eltern-Kind-Beziehung. Deswegen pflegen wir
den persönlichen Kontakt zu Ihnen und können Ihnen bei Fragen und Problemen der
Beziehungsgestaltung mit Ihrem Kind zur Seite stehen.
Alle sollen an einem
Strang ziehen.
Die Kooperation aller die an der Förderung eines Kindes beteiligt sind, ist ein
wichtiges Anliegen der Heilpädagogik.
In Teambesprechungen werden die verschiedenen Fördermaßnahmen auf einander
abgestimmt. Natürlich versuchen wir auch die Eltern und andere die mit der
Erziehung des Kindes befasst sind, in das Förderkonzept einzubinden. Außerdem
organisieren wir bei Bedarf Möglichkeiten des Austausches mit Ärzten,
Kindergarten, oder anderen Fachdiensten mit denen Ihr Kind zu tun hat.
Die Heilpädagogik fördert
bei Ihrem Kind:
Die Wahrnehmung in allen
Sinnesbereichen.
Hier finden wir den beispielsweise auditiven
Bereich. Dabei geht es um die Fähigkeit des Erkennens und der
Unterscheidung, aber auch um das auditive Kurz- und Langzeitgedächtnis.
Zum visuellen Bereich zählen die Förderung von Raumlage, räumlichen
Beziehungen, der Koordination von Auge und Hand, Formkonstanz,
Figur-Grund-Wahrnehmung.
Der taktil-kienästhetische Bereich betrifft unter anderem die
Tiefensensibilität, und auch hier gibt es eine Differenzierungsfähigkeit.
Aufmerksamkeit und
Konzentration
Wir arbeiten daran, bei Ihrem Kind das
Durchhaltevermögen zu steigern, aber auch Merkfähigkeit (Kurz- und
Langzeitgedächtnis), Gedächtniszugriff etc.
Die Sprache
Ihr Kind soll Freude am Sprechen entwickeln,
seinen aktiven und passiven Wortschatz und seine Sprechfertigkeiten erweitern.
Wir helfen Ihrem Kind, eine korrekte Artikulation und Grammatik zu entwickeln.
Kognition Hierbei geht es um den Aufbau eines
altersgemäßem Allgemeinwissens, Farben-, Formen- und Mengenverständnisses,
Logik, Kategorienbildung...
Verhalten und Kontakte,
Sozial-emotionaler Bereich
Für eine problemlose Entwicklung braucht
jedes Kind soziale Reife und die Beziehungsfähigkeit zu Gleichaltrigen und
Erwachsenen. Oft stellt sich uns die Aufgabe, die Eltern-Kinder-Beziehung zu
stärken oder aber den Ablöseprozess von den Eltern zu begleiten. Häufig müssen
Versagensängste abgebaut werden oder das Selbstwertgefühl der Kinder benötigt
Unterstützung.
Die Bewegung
Auch die Verbesserung der feinmotorischen
Entwicklung, z.B. der Finger- und Handgeschicklichkeit (richtiger Umgang mit
Stift und Schere...) oder der Mundmotorik und die Förderung der grobmotorischen
Entwicklung (Körperkoordination, Gleichgewicht...) zählen zu unseren Anliegen.
Vermittlung weiterer Hilfsangebote
Falls für Ihr Kind die Möglichkeiten
der Frühförderstelle nicht ausreichend sind weil es tägliche Förderung
benötigt, können wir uns mit Ihnen gemeinsam bemühen, einen Platz in der
Schulvorbereitenden Einrichtung einer Förderschule oder in einer anderen
geeigneten Institution zu finden.
Wenn die Förderung Ihres Kindes bei
uns zu Ende geht und weitergehende Betreuung erforderlich ist, oder wenn Ihr
Kind schulpflichtig wird, können wir Sie kompetent beraten.
Wenn Sie für sich selbst oder Ihr
Kind noch andere Hilfen benötigen, die im Rahmen der Frühförderung nicht
angeboten werden können, wie beispielsweise eine Erziehungsberatung, so können
wir auch da vermittelnd und, wenn Sie es wünschen, informierend tätig werden.
Wir können Ihrem Kind auch helfen,
wenn es Probleme hat, sich in die Kindergartengruppe zu integrieren.
Wir vermitteln und helfen Ihnen, wenn Sie
oder Ihr Kind andere fachliche Hilfen benötigen. Wir kooperieren mit dem
Frühdiagnosezentrum der Universität in Würzburg und mit vielen anderen
Fachdiensten und Fachärzten.
Dennoch:
Entwicklung braucht Zeit ... und Gras an dem man zieht, wächst auch
nicht schneller
|