Prävention so früh wie möglichSchweinfurter Frühförderstelle eingeweiht
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| Der Caritasvorsitzende Domkapitular Clemens Bieber sprach den Segen über die neue Frühförderstelle. Links neben ihm Manfred Steigerwald, Geschäftsführer der Caritas Schulen gGmbH, und Einrichtungsleiterin Margit Jäcklein. Direkt hinter ihm Schweinfurts Bürgermeister Otto Wirth, rechts in der Mitte Landrat Harald Leitherer |
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Schweinfurt, 18.7.2011 „Die Caritas ist in keinem unterfränkischen Landkreis oder keiner Stadt so stark mit Schulen vertreten wie in Schweinfurt“, sagte Manfred Steigerwald, Geschäftsführer der Caritas Schulen gGmbH am vergangenen Samstag bei der Einweihung der neuen Frühförderstelle in der Keßlergasse 2. Neben der Carl-Sonnenschein-Schule in einem ehemaligen Jugenstil-Krankenhausbau, den die gGmbH im kommenden Jahr renovieren will, der Schule für Kranke im Leopoldina und der Altenpflegeschule unterhält die Caritas in der Kugellagerstadt auch die Julius-Kardinal-Döpfner-Schule, in deren Räumen die Frühförderstelle bislang untergebracht war. Platzmangel aufgrund der Komplexität des Angebots hatten aber Ende des vergangenen Jahres einen Umzug in die neuen Räume in der Fußgängerzone nötig gemacht, erklärte Margit Jäcklein, Leiterin der Frühförderstelle Gerolzhofen, zu der die Aussenstelle Schweinfurt gehört. Mit einem Tag der Offenen Tür und einem Festakt, zu dem auch Schweinfurts Bürgermeister Otto Wirth, Landrat Harald Leitherer und viele Vertreter städtischer Behörden kamen, feierte die Caritas ihre neueste Einrichtung. Mit dreizehn Schulen und drei Frühförderstellen ist ihre Schulen gGmbh der größte nichtöffentliche Schulträger in Unterfranken. Den Einweihungssegen sprach der Caritasvorsitzende Domkapitular Clemens Bieber. „Hier ist ein Raum geschaffen worden, in dem das Leben von Kinder aufblühen kann und sie die Nähe zu Gott finden können,“ sagte er. Frühförderung hat in Schweinfurt Tradition, 1976 wurde sie als Modellprojekt der Julius-Kardinal-Döpfner-Schule ins Leben gerufen. Sechs Jahre später war sie an allen Standorten der Sprachförderschule vertreten, 2003 wurde Frühförderung eine eigenständige Einrichtung der Caritas Schulen gGmbH. Ab 2006 boten die Frühförderstellen alle diagnostischen und therapeutischen Leistungen aus einer Hand an. Behandelt werden hier Kinder, die sich z.B. aufgrund einer Früh- oder Risikogeburt oder wegen einer Behinderung nicht altersgemäß entwickeln. Ihre Eltern haben einen gesetzlichen Anspruch auf Beratung und Hilfe durch eine Frühförderstelle. Die Kinder haben Verhaltensauffälligkeiten im Sprach- oder Bewegungsbereich, Gedächtnis-, Schlaf- oder Wahrnehmungsstörungen, Aufmerksamkeitsdefizite oder Kontaktprobleme. Fallzahlen nehmen zu In die Schweinfurter Stelle, die der Vermieter großzügig nach dem Wünschen der Caritas gestaltet hatte, investierte die Caritas Schulen gGmbH 25.000 Euro für die technische Ausstattung, wofür Jäcklein ihr ausdrücklich dankte. Hier arbeiten jetzt eine festangestellte Heilpädagogin und Sozialpädagogin, weitere selbständige Fachleute - eine Ergotherapeutin, zwei Logopädinnen, eine Physiotherapeutin und ein Psychologe - verstärken das Team stundenweise. Verwaltet wird die Einrichtung von der Hauptstelle in Gerolzhofen, die neben Schweinfurt auch eine Außenstelle in Haßfurt unterhält. Das Einzugsgebiet dieser drei Frühförderstellen erstreckt sich über die Stadt Schweinfurt und die Landkreise Schweinfurt, Rhön-Grabfeld, Haßberge, Kitzingen, Main-Spessart und Würzburg. Kinder aus 273 Familien werden hier betreut - in der kleinen Schweinfurter Aussenstelle sind es Kinder aus 40 Familien. Trotz rückläufiger Kinderzahlen nehmen die absoluten Fallzahlen der Frühförderung stetig zu, mahnte Margit Jäcklein an. Diesen Umstand sprach auch Landrat Harald Leitherer an, der für die Eröffnung eine Tagung unterfränkischer Landräte, Bürgermeister und Landtagsabgeordneter unterbrochen hatte. Der Bezirk als Hauptkostenträger und die ihn finanzierenden Gemeinden könnten diese steigenden Kosten - „wofür Sie nichts können“, sagte er mit Blick auf die Mitarbeiter der Frühförderstelle - irgendwann nicht mehr stemmen. Den Bezirk fehlten im kommenden Haushalt im Bereich Jugend und Soziales über zehn Millionen Euro. Wenn es so weiter gehe, müsse sich der Staat bald mehr an den Kosten beteiligen. Ausdrücklich lobte Leitherer dabei die Arbeit der Frühförderstelle. „Je früher Prävention ansetzt, um so erfolgreicher ist sie,“ meinte er. Ludger Heuer
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© Ludger Heuer  |
| Der neue Ergotherapieraum der Caritas Frühförderstelle Schweinfurt |
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